Gewaltprävention in der Pflege

Gewaltprävention in der Pflege
Online-Selbstlernkurs für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen

Gewalt in der Pflege zeigt sich selten als offener Übergriff. Häufiger beginnt sie subtil – in Tonfall, Zeitdruck oder unterlassener Zuwendung – und bleibt dadurch lange unerkannt. Studien zeigen, dass psychische Gewalt und Vernachlässigung die mit Abstand häufigsten, aber am wenigsten thematisierten Formen sind.

Dieser Kurs vermittelt Pflegedienstleitungen und Pflegefachkräften in neun Modulen fundiertes Wissen und konkrete Handlungssicherheit:

  • Grundlagen: Gewaltbegriff, Formen von Gewalt, rechtliche Rahmenbedingungen und die Pflege-Charta
  • Entstehung: Eskalationsdynamiken nach Glasl, Risikofaktoren und typische Verlaufsmuster – sowohl bei Bewohner*innen als auch bei Personal
  • Hintergrund: Gewalt als Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse – ein Perspektivwechsel mit direkter Praxisrelevanz für Deeskalation und Teamkommunikation
  • Handwerkszeug: Emotionsregulation, Kommunikationsmodelle (u. a. nach Schulz von Thun) und aktives Zuhören
  • Praxis: 12 Grundregeln der Deeskalation sowie Strategien für Prävention, Selbstfürsorge und strukturierte Nachsorge nach belastenden Vorfällen

Jedes Modul verbindet praxisnahe Inhalte mit wissenschaftlichem Hintergrund (u. a. WHO, ZQP, Rosenberg, Gross) und schließt mit einer Reflexions- oder Vertiefungsaufgabe für den direkten Praxistransfer.

Der Kurs unterstützt Einrichtungen dabei, Gewaltprävention als festen Bestandteil der Qualitätssicherung zu verankern – im Sinne der Mitarbeitenden ebenso wie der zu Pflegenden.

Kurs-Inhalt

Modul 1
3 Themen
Was ist Gewalt? Grundlagen und Definitionen
Rechtliche Grundlagen und die Pflege-Charta
Wie Gewalt entsteht – Konflikt- und Eskalationsdynamik
Modul 2
3 Themen
Wie Gewalt entsteht – Konflikt- und Eskalationsdynamik
Gewalt als Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse
Emotionen erkennen und regulieren
Modul 3
3 Themen
Gewalt als Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse
Emotionen erkennen und regulieren
Kommunikation als Schlüssel zur Prävention
Modul 4
2 Themen
Fallbeispiele
Deeskalation in der Praxis
Modul 5
Modul 6
Prävention, Selbstfürsorge und Nachsorge