Mein Wunschziel

3–4 Minuten

Beginnen wir mit deinem Wunschziel: Warum bist du hier? Was möchtest du gern verändern, entwickeln?

Nimm dir einen Moment Zeit und lass diese Fragen wirklich auf dich wirken, bevor du weiterliest. Vielleicht schreibst du deine erste spontane Antwort sogar auf – oft steckt in dem, was uns als Erstes einfällt, schon ein wichtiger Kern.

Dazu möchte ich dir gerne eine Frage stellen. Stell dir vor, du gehst heute Abend schlafen wie immer. Doch während du schläfst, geschieht ein kleines Wunder: Du hast diesen Kurs bereits abgeschlossen. Alle Module, alle Übungen liegen hinter dir – und etwas in dir hat sich spürbar verändert. Nur hast du davon nichts mitbekommen, denn das Wunder ist ja im Schlaf passiert. Du wachst morgens auf und ahnst noch nichts davon. Woran würdest du merken, dass dieses Wunder geschehen ist?

Vielleicht ist es dieser eine Moment am Morgen, in dem du merkst: Der Stress kündigt sich an – und statt wie sonst mittendrin zu stecken, bevor du es überhaupt bemerkst, spürst du ihn schon in seinen ersten Anzeichen. Ein leichtes Ziehen im Nacken, ein schneller werdender Atem, ein Gedanke, der sich im Kreis dreht. Und weil du ihn frühzeitig wahrnimmst, kannst du reagieren – bewusst, statt automatisch. Du greifst zu einer deiner Übungen, atmest bewusst durch, oder erlaubst dir einfach, kurz innezuhalten, bevor der Stress dich mitreißt.

Was würde sich noch verändern? Wie würdest du mit deiner Familie, deinen Kolleginnen und Kollegen sprechen? Wie würde dein Tag aussehen? Was würdest du anders machen – oder auch bewusst nicht mehr tun? Diese Wunderfrage ist keine Träumerei. Sie hilft dir, dein Ziel nicht nur als Wunsch, sondern als konkretes, spürbares Bild vor Augen zu haben. Und genau dieses Bild wird uns jetzt dabei helfen, dein Ziel so klar zu formulieren, dass du wirklich damit arbeiten kannst.

Warum ein Ziel überhaupt wichtig ist

Ein Rucksack, den wir gemeinsam leichter machen wollen – aber wohin die Reise gehen soll, das legst du fest. Ohne ein klares Ziel ist es, als würdest du losgehen, ohne zu wissen, wo du eigentlich hinmöchtest. Du magst zwar vorankommen, aber du wirst schwer merken, ob du vorankommst. Ein Ziel gibt dir Orientierung, Motivation und – ganz besonders wichtig – die Möglichkeit, deinen Fortschritt tatsächlich zu sehen und zu feiern.

Warum „weniger Stress” allein noch kein gutes Ziel ist

„Ich möchte weniger gestresst sein” ist ein nachvollziehbarer Wunsch – aber als Ziel ist er zu vage, um wirklich damit arbeiten zu können. Woran würdest du merken, dass du weniger gestresst bist? Bis wann soll das erreicht sein? Was genau müsste sich dafür verändern? Genau hier hilft uns ein bewährtes Werkzeug aus dem Coaching: die SMARTe Zielformulierung.

Was bedeutet SMART?

  • S – Spezifisch: Dein Ziel ist konkret und klar formuliert, statt vage und allgemein. Nicht „weniger Stress”, sondern zum Beispiel: „Ich reagiere in stressigen Momenten mit meiner Arbeitskollegin ruhiger, statt sofort gereizt zu sein.”
  • M – Messbar: Du kannst erkennen, wann du dein Ziel erreicht hast. Woran machst du das fest? An deinem Gefühl, an der Häufigkeit bestimmter Situationen, an einer konkreten Veränderung im Alltag?
  • A – Attraktiv: Dein Ziel motiviert dich wirklich und fühlt sich stimmig an – es ist dein eigenes Ziel, nicht eines, das andere von dir erwarten.
  • R – Realistisch: Dein Ziel liegt in deinem Einflussbereich und ist mit deinen aktuellen Ressourcen und in deiner aktuellen Lebenssituation erreichbar.
  • T – Terminiert: Dein Ziel hat einen zeitlichen Rahmen. Bis wann möchtest du eine erste spürbare Veränderung erreichen?

Was dir das bringt

Ein SMART formuliertes Ziel macht aus einem diffusen Wunsch einen klaren Weg. Es hilft dir, deine Energie gezielt einzusetzen, statt dich zu verzetteln. Und es macht deinen Fortschritt sichtbar – gerade bei einem Thema wie Stress, bei dem Veränderung oft schleichend passiert und man sie sonst leicht übersieht.

Nimm dir jetzt gern einen Moment Zeit und formuliere dein persönliches Ziel für diesen Kurs so SMART wie möglich – vielleicht ausgehend von genau dem Bild, das dir bei der Wunderfrage gekommen ist. Du wirst es im Laufe der nächsten Module immer wieder zur Hand nehmen können, um zu sehen, wie weit du schon gekommen bist.


Übung 1

Alle Übungen findest du zusätzlich oben in der Navigation unter Materialien

Blank Form (#3)

Modul 1 ist mit Übung 1 erfolgreich absolviert. Ich freue mich auf dich in Modul 2!